Die schweizerische King Albert I Memorial Foundation übergibt am 23. September 2022 den goldenen Albert Mountain Award drei Personen und einer Institution für ihre massgeblichen Verdienste in der Welt der Berge: dem deutschen Kletterpionier und ungekrönten König des Elbsandsteingebirges Bernd Arnold, der belgischen Spitzenalpinistin Sofie Lenaerts, der südkoreanischen Weitwanderin Nam Nan-Hee sowie der Gesellschaft für ökologische Forschung in München.
Nam Nan-hee, 1957 in Uljin-gun, Republik Korea, geboren, ist eine der vielseitigsten Alpinistinnen Asiens und engagierte Botschafterin für die Bergwelt Koreas. Nach zahlreichen alpinistischen Erfolgen im Expeditions-, Fels- und Eisfallklettern gilt ihre Leidenschaft heute dem Weitwandern. Ihr unerreichter Traum ist es, einen Peace-Trail zu schaffen, der vom heute Nordkoreanischen Baektusan bis zum Jirisan im Süden Südkoreas führen soll.
Bernd Arnold, 1947 im ostdeutschen Hohnstein geboren, ist ein wegweisender Kletterer und Alpinist, Trainer und Autor. Er gilt als ungekrönter König des Elbsandsteingebirges, des Eldorados des Freikletterns. Arnold machte aber auch Erstbegehungen in aller Welt, u.a. in Nordkorea. Mit der Begehung unzähliger schwierigster bis allerschwierigster Routen trug er entscheidend dazu bei, dem Klettern «by fair means» neue Triebkraft zu verleihen.
Mit systematischen Vergleichsaufnahmen zu früheren Bildern und Postkarten dokumentiert die Gesellschaft für ökologische Forschung in München den Gletscherschwund. Das so entstandene einzigartige Gletscherarchiv ist online zugänglich und erhielt in Buchform und als Ausstellung grosse internationale Resonanz. Mit ihrer Kommunikation trägt die Gesellschaft wesentlich dazu bei, Öffentlichkeit und Politik zu Fragen des Klimawandels im Hochgebirge zu sensibilisieren.
Der Zugang zu abgelegenen Berggebieten kann ohne Hilfe der lokalen Bevölkerung nicht nachhaltig erfolgreich sein: Diese Erkenntnis bewog die Belgierin Sofie Lenaerts, 1975, ihre Expeditionen mit humanitären Projekten in Nepal, Pakistan und anderen Gebirgsregionen zu erweitern. Regelmässig verbindet sie ihre Reisen mit der Unterstützung von Schulen, Waisenhäusern, Kliniken oder lokalen Sportinitiativen.