Alpines Museum der Schweiz

Albert Mountain Award 2024

Die King Albert I Memorial Foundation zeichnet Personen und Organisationen aus, die sich «durch aussergewöhnliche und nachhaltige Leistungen im Zusammenhang mit den Bergen der Welt verdient gemacht haben». Der Award wurde bisher 59 Mal an unterschiedliche Persönlichkeiten aus Alpinismus, Geografie und Geologie, Literatur, Fotografie oder Höhenmedizin verliehen.

Nina Caprez, geboren 1986 in Küblis, Schweiz, entdeckte mit 13 Jahren das Felsklettern und entwickelte eine tiefe Leidenschaft, die sie zu beeindruckenden Erfolgen führte. Sie hat zahlreiche schwierige Erstbegehungen gemeistert, darunter die Routen Silbergeier (8b+) und Orbayu (8b+/c). Sie war die erste Frau, die die Route Yeah Man (8b++) in den Gastlosen frei kletterte. Mit dem sozialen Projekt «Andrea», das sie 2020 zusammen mit ihrem Partner gründete, bringt sie eine mobile Kletterwand in Lager für Geflüchtete und von Armut betroffene Gemeinden, um insbesondere Kindern mit Klettern Freude und postitive Erfahrungen zu ermöglichen.

Die Albertine Rift Conservation Society (ARCOS) wurde 1995 gegründet und ist eine NGO, die den Naturschutz und nachhaltige Entwicklung in der Albertine Rift Region, einer Gebirgsregion Zentralafrikas, fördert. Diese Region ist wegen ihrer hohen Biodiversität und endemischen Arten von großer Bedeutung. ARCOS engagiert sich durch diverse Naturschutzprojekte, den Aufbau lokaler Basisorganisationen und durch die Förderung nachhaltiger Praktiken in Landwirtschaft und Tourismus. Zudem unterstützt die Organisation wissenschaftliche Forschung und arbeitet mit lokalen Gemeinschaften und internationalen Partnern
zusammen. Ziel ist es, Umweltschutz zu betreiben und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Menschen in der Region zu verbessern.

Werner Bellwald, 1960 in Basel geboren, ist ein Schweizer Historiker und Ethnologe, der sich auf die alpine Kulturlandschaft spezialisiert hat. Er hat bedeutende Beiträge zur Erforschung der Geschichte der Alpwirtschaft, Architektur und sozialen Strukturen in den Alpen geleistet. Seine Arbeit erweitert das Wissen über die kulturelle und historische Bedeutung der Alpenregionen. Bellwalds Forschung betont die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur in den Alpen und hebt das kulturelle Erbe dieser Gebiete hervor. Dadurch trägt er auch zum Bewusstsein für den Schutz und die Erhaltung der alpinen Landschaften bei.