Museo Alpino Svizzero
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Schweizer Himalya Expedition 1956

5. maggio 2026

Die Schweizer Himalaya Expedition von 1956 feiert ihr 70. Jubiläum. Passend dazu erscheint das Jubiläumsbuch «Everest-Lhotse», das auf den Tagebüchern der Expeditionsteilnehmer basiert. Das ALPS hat zahlreiche Bilder der Expedition von 1956 in seiner Sammlung.

1956 organisiert die Schweizerische Stiftung für Alpine Forschung eine Expedition für die Erstbesteigung des Lhotse sowie die Zweit- und Drittbesteigung des Everest. Die Bergsteiger werden Meilensteine in der Alpinismusgeschichte schreiben. Die Expeditionsteilnehmenden erforschen auch das Himalaya-Gebiet: Sie untersuchen das Gestein sowie die Landschaftsformen im Himalaya-Gebiet und dokumentieren ihre Reise mit Tagebucheinträgen und Fotografien.

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Mitglieder der Schweizerischen Himalaya-Expedition v.l.n.r. stehend: Eduard Leuthold, Pradhan (Verbindungsoffizier vor Ort), Hans Rudolf von Gunten, Albert Eggler, Hans Grimm, Fritz Luchsinger, Ernst Schmied; sitzend: Ernst Reiss, Jürg Marmet, Dölf Reist, Wolfgang Diehl. Foto: unbekannt, Nachlass Dölf Reist.

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Bevor der Aufstieg beginnen kann, haben die Expeditionsteilnehmer eine lange Anreise vor sich. Mehr als zehn Tonnen Gepäck werden im Januar 1956 in Genua aufgeladen und nach Mumbai verschickt. Von dort aus geht es zuerst drei Tage mit dem Zug weiter. In Jaygnagar wird das Gepäck auf 22 Ochsenkarren umgeladen und die Reise zu Fuss fortgesetzt. Foto: Dölf Reist

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Ab Chisapani übernehmen 350 Träger:innen das Gepäck. Foto: Dölf Reist

Zu den Träger:innen gehören Frauen sowie Männer. Jede Person trägt rund 30 Kilo auf ihrem Rücken. Pro Tag legen sie zwischen 15 und 20 Kilometer zurück und erreichen nach zwei Wochen das Dorf Namche Bazar, das auf 3400 m. ü. M. liegt. Ab dort wird die Expedition nur noch von Sherpas begleitet.

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Foto: Jürg Marmet

Während die europäischen Expeditionsteilnehmer den Gipfel des Lhotse anvisieren, konzentrieren sich die Sherpas auf verschiedene Arbeiten für den Aufstieg und in den Lagern. Die Namen der Sherpas sind bekannt, jedoch können sie auf den Bildern nicht identifiziert werden.

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Foto: Dölf Reist

Die Sherpas errichten das Basislager am Fuss des Khumbugletscher als kleine Zeltstadt mit einer Küche und einer Verpflegungshütte aus Stein für die Europäer. Täglich tragen Sherpas mit ihren Familien Material für die Verpflegung von Namche Bazar ins Basislager. Die nächsten drei Lager entstehen auf 5800 m, 6000 m und 6500 m Höhe. Das Material durch die zerklüfteten Gletscher zu transportieren ist extrem anspruchsvoll. Währen des weiteren Aufstiegs müssen grosse Gletscherspalten mit mitgeführten, zusammenklappbaren Aluleitern überwunden werden.

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Foto: Dölf Reist

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Foto: Jürg Marmet

Am 18. Mai 1956 stehen Fritz Luchsinger und Ernst Reiss als erste Menschen auf dem Gipfel des Lhotse. Fünf Tage später gelingt Ernst Schmied und Jürg Marmet die Zweitbesteigung des Mount Everest. Tags darauf folgten Hans Rudolf von Gunten und Dölf Reist als Drittbesteiger. Zeugnis des Erfolgs sind die Gipfelbilder. Die sechs Gipfelstürmer posieren jeweils mit Pickel sowie Schweizer und Nepalesischer Fahne auf dem obersten Punkt.

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Ernst Reiss, Bergsteigerchef der Expedition, posiert ohne Sauerstoffmaske. Der kleine Plüschaffe, den seine Frau ihm als Talisman mitgegeben hat, steckt er auf den Pickel.

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Fritz Luchsinger erkrankt bei der Anreise an einer Blindarmentzündung. Dennoch schafft er es bis auf den Gipfel des Lhotse.