Lieblingsberge
Christian Rohr und Patricia Carl-Rohr sind ihrem Lieblingsberg innig verbunden – und haben ihn bis heute nicht bestiegen.
24. luglio 2025
Das ALPS markiert die Lieblingsberge seiner Unterstützer:innen an einem «Bergfenster». Das Ehepaar Christian Rohr und Patricia Carl-Rohr hat den Piz Faschalba in Graubünden gewählt. Kein optisch markanter oder kommerzialisierter Berg wie etwa der Piz Buin – aber einer, der zwei Länder verbindet. Das hat ihn für den Österreicher und die Bündnerin interessant gemacht. Auf dem Gipfel stand das Paar allerdings bisher noch nie.
Patricia Carl-Rohr und Christian Rohr auf einer Wanderung – nicht am Piz Faschalba. Bild: Selfie zVG Christian Rohr
«Auf Deutsch heisst der Piz Faschalba auch ‘Grenzeckkopf’. Er verbindet die Schweiz und Österreich – gerade so, wie uns beide als Paar. Ausser uns kennen ihn wohl nur wenige Menschen. Andere Berge sind weit höher, spektakulärer. Der Piz Faschalba ist relativ kahl und mittelmässig schroff – seinen rätoromanischen Namen im Dialekt Vallader verdankt er dem weissen Band an seiner Südflanke. Er ist weniger populär aus alpinistischer Sicht, war dafür aber für die Landvermessung wichtig. Von seinem Gipfel aus liess sich die Schweiz mit ihren Grenzen kartieren. Und über den nahen Futschölpass führten früher beliebte Schmugglerrouten.
Dufour-Karte zum Unterengadin von 1853. Sie beruht auf der Erstbesteigung des Piz Faschalba durch Johann Wilhelm Fortunat Coaz im Jahr 1849. Bild: Swisstopo
Unser Bild zum Berg zeigt einen Ausschnitt aus der berühmten Dufour-Karte von 1853. Bemerkenswert ist, dass darauf die Gipfelbereiche rund um den Piz Faschalba und das nahe Fluchthorn noch vergletschert sind. Das ist heute anders. Wir wählten bewusst einen Berg, der für Bergwanderer:innen ohne Kletterausrüstung oder aufwändige Gletscherüberquerungen erreichbar ist. Die Tour führt vom Tiroler Paznauntal über die Jamtalhütte auf Tiroler Seite auf den Gipfel und dann ins Engadin nach Ardez. Aus verschiedenen Gründen haben wir diese zweitägige Wanderung bis heute noch nicht in Angriff nehmen können. Und so ist der Piz Faschalba für uns so etwas wie ein Sehnsuchtsberg geworden.
Am Anfang unserer Bindung an das ALPS stand die Mitarbeit in kleineren Rollen an mehreren Ausstellungen. Zudem haben viele Studierende mit Material aus den ALPS-Sammlungen universitäre Qualifikationsarbeiten verfasst. Dadurch entstanden immer mehr gute persönliche Kontakte. Diese und die Sorge um das Weiterbestehen des ALPS nach der grossen Subventionskürzung im Jahr 2017 haben uns motiviert, eine Gönnerschaft zu übernehmen. Ausser den interessanten Ausstellungen und Veranstaltungen sind uns viele gemeinsame Momente wie etwa die Raclette-Ausstellung mit Verkostung vor dem Museum oder eine interessant-amüsante Begegnung mit Beni Thurnheer in bester Erinnerung. Wenn wir uns etwas für das ALPS wünschen könnten, dann, dass ein auch architektonisch spektakulärer Neubau im Museumsquartier Bern in absehbarer Zeit Realität wird.»
Gemeinsam sind wir das ALPS
Das ALPS ist für seine Arbeit auf Ihr Engagement angewiesen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende oder als Gönner:in. Ab Kategorie «hochalpin» markieren wir Ihren Lieblingsberg im «Bergfenster» im Treppenaus. Weitere Informationen
Out of the box
Im Fundbüro für Erinnerungen erzählen ALPS-Besucher:innen ihre Berggeschichten und reden bei der Auswahl von Sammlungsobjekten mit.
Interview
Fast acht Jahre nach dem Tod des Speed-Kletterers Ueli Steck übergibt seine Frau dessen Nachlass ans ALPS und eröffnet eine Kletterhalle.
13. agosto 2025
On the Road
Ludovica Darani leitet das Museo Nazionale del San Gottardo und somit auch die ALPS-Filiale auf dem Gotthard. Ein Blick in ihren Alltag zeigt, was von der Ära des Sonntagsausflugs übriggeblieben ist.